Aufnahmeeinrichtung und die „relativ geringe Gefahr"

11-09-17
Aus der Broschüre: „„Asyl und Flüchtlinge in Südtirol" - Informationsbroschüre (März 2017)" geht unter anderem Folgendes hervor:

„Es ist zu berücksichtigen, dass die Asylbewerber in einem sehr kontrollierten Umfeld leben: sie wohnen in einer beaufsichtigten Einrichtung und unterliegen einer sehr klaren Hausordnung. Auch haben Asylbewerber kaum Interesse sich auffällig zu verhalten, da sich dies negativ auf das Asylverfahren auswirken würde. In diesem Sinne geht, rational betrachtet, von einer Aufnahmeeinrichtung eine relativ geringe Gefahr aus."
Daraus ergeben sich folgende Fragen an die Landesregierung verbunden mit der Bitte um schriftliche Antwort:

1. Welche „relativ geringe Gefahr" geht von den Aufnahmeeinrichtungen für Asylwerber aus, zumal die besagte Informationsbroschüre dies entsprechend vermittelt?

2. Werden die Gemeinden und unmittelbaren Anrainer der Aufnahmeeinrichtungen in Südtirol vorab über diese
Gefahren aufgeklärt? Wenn Nein, aus welchen Gründen nicht?

3. Aus welchen Gründen geht die Informationsbroschüre nicht auf die Gefahren, welche von abgelehnten
Asylwerbern ausgehen, ein? Bitte um eine hinreichende Begründung.

4. Setzt sich die Broschüre im Sinne der Objektivität künftig mit den Folgen der abgelehnten Asylwerber für unsere Gesellschaft und die Betroffen auseinander?

5. Wie hoch waren die Gesamtkosten zur Erstellung der besagten Broschüre und in welchen Intervallen werden die Informationen aktualisiert?

L. Abg. Walter Blaas
Landtagsfraktion

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