Anmaßende Zustände im Wartesaal des Bahnhofs von Franzensfeste.

22-11-17
Der derzeitige Zustand des „Wartesaals" im Bahnhof von Franzensfeste ist eine regelrechte Zumutung. Bei allem Verständnis für die durchzuführenden Arbeiten ist die Situation im Wartesaal eine Anmaßung, sofern sich Schüler und Pendler aufgrund der sich häufenden Verspätungen und Zugausfälle dort aufhalten müssen. Die Holzvertäfelung und die Decke des Wartesaals wurden vorab entfernt, ohne dass weitere Maßnahmen vorgenommen wurden. Die dahinterliegenden Strukturelemente samt zentimeterdicken Staub- und Dreckablagerungen liegen offen. Zudem muss von einer Schimmelbelastung ausgegangen werden. Anscheinend gelten die Sicherheits- und Gesundheitsvorschriften für ein öffentliches Gebäude in Franzensfeste nicht. Hinzu kommt, dass der Aufenthalt im ehemaligen Wartesaal, nun Baustelle, aus Sicherheitsgründen eher bedenklich ist.
Daraus ergeben sich folgende Fragen an die Landesregierung verbunden mit der Bitte um schriftliche Antwort:
1. Entspricht die derzeitige Situation mit den offenliegenden Dreck- und Staubablagerungen am im Wartsaal am Bahnhof von Franzfeste den geltenden gesetzlichen Normen? Wenn Ja, bitte um eine entsprechende Begründung.
2. Aus welchen Gründen wurde die Vertäfelung im Wartesaal abgenommen, ohne daraufhin die dahinterliegenden Strukturen samt ihren Ablagerungen abzudecken?
3. Wer ist für die Bauaufsicht am Bahnhof von Franzensfeste zuständig und welche Beanstandungen an der
besagten Baustelle wurden bisher festgestellt?
4. Wann werden die hygienischen Zustände im Wartesaal am Bahnhof von Franzensfeste — trotz Baustelle — wieder ein akzeptables Niveau erreichen?
5. Wann wird der Wartesaal am Bahnhof von Franzensfeste wiederhergestellt sein, zumal für die Wintermonate eine entsprechende Einrichtung notwendig ist.
6. Wird ein Ersatzwartesaal eingerichtet, da derzeit der Wartesaal als Durchgang zum Stumpfgleis dienen muss?

L. Abg. Walter Blaas

Antwort von Landesrat Florian Mussner vom 17.11.2017:

Anfrage 3137/17 — Anmaßende Zustände im Wartesaal des Bahnhofs von Franzenfeste
In Beantwortung Ihre Anfrage teile ich Folgendes mit:
1. Die derzeitige Situation ist RFI nach Nachfrage bekannt, welche die geltenden gesetzlichen
Sicherheitsnormen garantieren muss.
2. Der Bahnhof von Franzensfeste ist Gegenstand einer Restaurierung und einer
denkmalpflegerischen Instandsetzung, welche von RFI durchgeführt wird. Deshalb wurde die
Vertäfelung im Wartesaal abgenommen, um zu überprüfen, ob sich darunter wertvolle
architektonische/künstlerische Elemente befinden, die zu restaurieren sind
3. Der Bauherr der Arbeiten des Bahnhofes von Franzensfeste ist RFI. Für die Bauaufsicht ist das Amt
für Bau- und Kunstdenkmäler des Landes zuständig. Uns wurden bislang keine Beanstandungen
gemeldet.
4. Trotz fehlender Vertäfelung wurde der Wartesaal, während der Ausführung der Bauarbeiten, auch
unter dem hygienischen Profil als zugänglich betrachtet. Ansonsten hätte RFI die Nutzung des
Wartesaales nicht gewährt.
5. Sobald die Überprüfung des Restaurators abgeschlossen ist, können die Bauarbeiten unter der
Aufsicht des Amtes für Bau- und Kunstdenkmäler des Landes beginnen. Das Bauende ist für
Februar 2018 vorgesehen.
6. Es wurde überlegt, die Möglichkeit einen Ersatzwartesaal zur Verfügung zu stellen, aber leider
wurden keine geeigneten Räume in der Nähe gefunden.

Mit freundlichen Grüßen
Florian Mussner
Landesrat
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